Bekämpfung der Tropenkrankheit Bilharziose
Merck unterstützt das im Jahr 2000 von den Vereinten Nationen deklarierte „Millenniumsziel“, bis 2015 deutliche Fortschritte
bei der Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und anderen schweren Krankheiten zu machen. Unentbehrliche Arzneimittel sollen zu
erschwinglichen Preisen angeboten werden. Die Weltgesundheitsversammlung – sie ist das höchste Entscheidungsorgan der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) – hatte daraufhin im Jahr 2001 eine Resolution angenommen, die vorsieht, bis 2010 mindestens 75 Prozent der in Folge
von Wurminfektionen lebensbedrohlich erkrankten Schulkinder zu behandeln und zu heilen.

Madagaskar, Schulkinder erhalten Cesol® 600 (Praziquantel) zum Schutz vor Bilharziose. Bis Oktober 2008 wurden bereits 1 Millionen
Kinder versorgt.
„Merck-Praziquantel-Spendenprogramm“ eingerichtet2007 haben wir mit der Weltgesundheitsorganisation eine Partnerschaft geschlossen, um die Bilharziose vor allem bei afrikanischen
Schulkindern zu bekämpfen – das „Merck-Praziquantel-Spendenprogramm“ (MPDP – Merck-Praziquantel-Donation-Program). Bis zum
Jahr 2017 stellt Merck 200 Millionen Tabletten Cesol® 600 mit dem Wirkstoff Praziquantel kostenlos bereit; das entspricht
einem Wert von zirka 80 Millionen US-Dollar und ermöglicht die Behandlung von 27 Millionen Kindern. Nach der Malaria ist die
durch Würmer verursachte Bilharziose die in Afrika am weitesten verbreitete Tropenkrankheit, unter der vor allem Kinder zu
leiden haben: Sie führt zu Blutarmut (Anämie), vermindert das Wachstum (Stunting) und schränkt die Lernfähigkeit ein. Weltweit
sterben bislang jährlich etwa 200.000 Menschen an dieser tückischen Krankheit.
Praziquantel gehört zu den unentbehrlichen Arzneimitteln
Der Wirkstoff Praziquantel ermöglicht die bisher wirksamste Therapie bei Bilharziose-Infektionen – oft bereits nach einmaliger
Verabreichung – und ist zudem sehr gut verträglich. Die WHO hat deshalb den Wirkstoff auf ihre Liste unentbehrlicher Arzneimittel
gesetzt. Merck hat Praziquantel in den 1970er-Jahren gemeinsam mit Bayer entwickelt. Die Tabletten produziert unser Werk in
Mexiko, die WHO sorgt für die Verteilung vor Ort.