Die Geschichte von Merck

historische Fotos
Informationen im Überblick:
  • Daten zur Geschichte des ältesten pharmazeutisch-chemischen Unternehmens der Welt
  • Der Name Merck
  • Möglichkeiten zur Forschung und zur Kommunikation bei Corporate History
Wenn Sie mehr wissen wollen, nutzen Sie die interaktive Anwendung "Eine Reise durch die Geschichte von Merck".
 
1668 Friedrich Jacob Merck erwirbt die Engel-Apotheke
1741 Johann Heinrich Merck geboren – Freund Goethes
1827 Heinrich Emanuel Merck: Vom Apothekerhandwerk zum forschenden Industrieunternehmen
1888 Vergleichende chemische Analyse mit „Merck’s garantiert reinen Reagenzien"
1900 Merck auf allen Kontinenten
1904 Erste Fertigarzneimittelliste, Beginn Flüssigkristallforschung
1917 Amerikanische Tochterfirma Merck & Co. enteignet – seither selbstständig
1920 Erstmals Familienfremde an Unternehmensleitung beteiligt
1945 Verlust der Auslandsniederlassungen, Neubeginn aus Trümmern
1971 Nachhaltiger Neuanfang in den USA – nach Asien und Lateinamerika
1995 Gründung der Merck KGaA, Gang an die Börse
2003 Erbitux®: Einstieg in zielgerichtete Krebstherapie
2007 Serono-Akquisition, Trennung von Generics, Kapitalerhöhung, Aufnahme in DAX®
2010 Millipore-Akquisition

Immer wieder kommt es zu Verwechslungen – dabei hat die Darmstädter Merck KGaA schon lange keine direkte Beziehung mehr zum US-Pharmaunternehmen Merck & Co., Whitehouse Station, New Jersey.

Merck in Darmstadt ist das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt. Es ist bis heute erfolgreich in den beiden Bereichen Pharma und Chemie. Merck & Co. wurde nach dem Ersten Weltkrieg ein eigenständiges, unabhängiges Unternehmen.

Unsere historischen Wurzeln liegen in Darmstadt, wo Friedrich Jacob Merck im Jahr 1668 die Engel-Apotheke erwarb. 1827 begann Heinrich Emanuel Merck in Darmstadt mit der industriellen Produktion von Alkaloiden, Pflanzenextrakten und anderen Chemikalien.

Das erfolgreiche Exportgeschäft in die USA führte 1887 zur Eröffnung einer eigenen Niederlassung in New York. Unter Georg Merck, einem Enkel von Heinrich Emanuel Merck, entstand daraus 1891 Merck & Co. Infolge des Ersten Weltkriegs kam es zur Enteignung, Merck & Co. wurde ein unabhängiges amerikanisches Unternehmen.

Heute sind beide Unternehmen nicht mehr miteinander verbunden – gemeinsam haben sie nur noch den Namen Merck. In Nordamerika hält Merck & Co. die Namensrechte; außerhalb davon tritt das US-Unternehmen als Merck Sharp and Dohme (MSD) oder MSD Sharp & Dohme auf. Merck wiederum hält die Rechte am Namen Merck im Rest der Welt und tritt in Nordamerika unter der Dachmarke EMD auf, die aus den Initialen für Emanuel Merck, Darmstadt, gebildet wurde.

Als ältestes pharmazeutisch-chemisches Unternehmen weltweit ist Merck bei vielen Themen eine wertvolle Quelle: für Fragen der Konzern-, Marken- und Produkthistorie ebenso wie zur Geschichte der Familie Merck oder zur Engel-Apotheke, für Aspekte der Corporate Responsibility, zur Rechtssicherung oder auch zum Kern der Identität des Unternehmens – von 1668 bis heute.

In vier Bereichen bestehen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten:

Archiv und Historische Bibliothek

Zu den Informationsquellen gehören: etwa 2.000 Meter handschriftliche und gedruckte Archivalien wie Briefwechsel, Verträge, Patente, Laborjournale, Herstellungsvorschriften oder Werbung. Die ältesten Schriftstücke sind etwa 400 Jahre alt. Die mehr als 150.000 Fotos und Filme illustrieren die letzten 150 Jahre Firmengeschichte. Über 270 Interviews mit ehemaligen Merck-Mitarbeitern tragen erheblich zum Verständnis betriebsinterner Entwicklungen bei. Digitale Speichermedien ergänzen die "klassischen" Überlieferungsformen.

Die Präsenzbibliothek enthält mehr als 8.000 Bücher und eine umfangreiche Zeitschriften-Sammlung. Die Themenbereiche sind äußerst vielfältig und reichen von Rezept- und Kräuterbüchern des 15. Jahrhunderts bis zur Fachliteratur zur Unternehmensstrategie im 21. Jahrhundert.

Museum und „Hörsaal“

Unternehmensgeschichte wird als Voraussetzung für eine erfolgreiche Gegenwart präsentiert. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Mensch. Die Authentizität der Objekte in einem innovativen Entwicklungskonzept macht den Alltag in einem Unternehmen begreifbar: die Tätigkeit in der Apotheke, die industrielle Forschung, Produktion und Verwaltung, Betriebssport, Kantine oder Kindertagesstätte.

In den Ausstellungsräumen finden außerdem Vorträge und kleinere Symposien statt.


 
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KONTAKT:

Merck KGaA
Corporate History

Frankfurter Straße 250
64293 Darmstadt
Deutschland
Tel.: +49 (0)6151 72-2029